Entstehung des Dorffestes

Es war immer schon Tradition an Fronleichnam nach dem Gottesdienst mit anschließender Prozession, daß der Musikverein fast vollzählig zum Frühschoppen in einen der Gasthöfe ging.
Als 1980 anläßlich so einem Frühschoppen im Gasthaus Löwen diskutiert und von "Früher" geredet wurde, haben ältere Musiker und Einwohner berichtet, daß in früheren Jahren die Gemeinde sich ebenfalls schon zur gemeinsamen Hockete getroffen hatte. Nachdem die Einnahmen des Musikvereins damals nicht so üppig waren, wurde im laufe des Jahres bei einer Vorstandssitzung der Beschluss gefasst, so eine Hockete wieder einzuführen. Den geeigneten Platz fand man schnell zwischen dem Rathaus und Kindergarten.
Somit wurde 1981 zum erstenmal zur Dorfhockete und Frühschoppen mit dem Musikverein Hochdorf mit anschließendem Mittagessen eingeladen. Bei Kaffee und Kuchen ließ man den Nachmittag ausklingen.
Diese neugeschaffene Einrichtung wurde von der Bevölkerung sehr gerne angenommen und hat sich in kurzer Zeit auch außerhalb Hochdorfs rumgesprochen nicht zuletzt wegen der hervorragenden Küche. Nachdem die Besucherzahl immer größer wurde hat man die Hockete bis über die Vesperzeit ausgedehnt und hierzu für alle Gäste sichtbar ein Spanferkel am selbtgebauten Spieß gegrillt. Jahre später hat man dann auch noch die selbst gemachten Grieben- und Zwiebelzelten (Dennete) angeboten.
Zum 75. Jubiläumsjahr des Musikvereins gab es 1995 wieder Überlegungen unsere weit bekannte Dorfhockete noch größer und atraktiver zu machen. Daraus entstand dann der zur Tradition gewordene Tanz auf dem Gemeindeplatz, sowie der Gemeindeinterne Sternenmarsch der 3 Musikvereine Unteressendorf, Schweinhausen und Hochdorf, der alljährlich in Abwechslung von einem der Musikvereine ausgetragen wird. Damals gab es auch Überlegungen am Samstag noch ein Dorffest wie es z.B. in anderen Orten schon üblich war zu machen. Dieses Vorhaben wurde jedoch fallengelassen wegen Angst der Übersättigung solcher Feste.
In einer Vostandssitzung wurde dann vom Vorsitzenden der Gedanke einen Flohmarkt anzubieten eingebracht, der jedoch für 1995 infolge fehlender Zeit nicht mehr geplant werden konnte. Dann aber im daruffolgenden Jahr zum erstenmal stattgefunden hat, zumal damals 1996 die Flohmarktexpertin Paula Genal in die Vorstandschaft gewählt wurde, war auch der Organisator gefunden, für den bis heute weit über die Grenzen Hochdorfs hinaus bekannten Flohmarkt.
So wurde aus anfangs einer kleinen Hockete im laufe der Jahre ein riesiges 3-tägiges „Dorffest“ wobei zur Bewältigung fast das ganze Dorf zum Einsatz kommt.